Luftaufnahme von Schloß Broich nach mehreren fertig gestellten Sanierungsabschnitten 2016.

Rund die Hälfte ist geschafft: Letzte Bauabschnitte sind große Herausforderung

Verantwortung für das historische Kleinod in Mülheim an der Ruhr trägt die Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST), die seit dem Start der Sanierungsarbeiten 2010 zum Ende des Jahres 2016 rund die Hälfte der Sanierung erfolgreich abschließen kann - dies trotz begrenzter Eigenmittel.

Rund die Hälfte der Sanierung von Schloß Broich ist geschafft! V.l.n.r.: Marc Baloniak (MST), Stefanie Kaiser (Ingenieurbüro Schwab Lemke), Inge Kammerichs (MST), Dr. Ägidius Strack.„Über 4,4 Millionen EUR waren insgesamt für das Projekt veranschlagt worden. Bisher wurden 1,2 Millionen EUR an Fördermitteln aus Landes- und Bundesprogrammen bewilligt“, erläutert MST-Geschäftsführerin Inge Kammerichs. Dank der 2014 ins Leben gerufenen Schloss-Retter-Kampagne und den damit einhergehenden kreativen Spenden-Aktionen, sowie großzügiger kleiner und großer Geldspenden, flossen zudem Mittel in die Sanierungs-Kasse. Einnahmen durch die Schloss-Retter-Werbebanner an der Schlossmauer trugen ebenso zur Finanzierung bei.

Abgeschlossene Arbeiten
In Abstimmung mit den Denkmalbehörden und dank des für die Gesamtkoordination verantwortlichen Dr. Ägidius Strack sowie der qualifizierten Arbeit von Fachfirmen ist ein großes Stück geschafft: Die Torbogen-Sanierung (Kosten: 120.000 EUR) erfolgte im Frühjahr 2010 und eine Notsicherung der Ringmauer (100.000 EUR) kam im Sommer 2011 zum Abschluss.

Die Palas-Fassade zur Straßenseite (Kosten: 444.000 EUR) wurde im Sommer 2014 fertiggestellt, die Ringmauer Innenhof
(R 1 / Kosten: 185.000 EUR) im Frühjahr 2014 und die Ringmauer Südost (R2 - R6 / Kosten: 799.000 EUR) strahlt seit Sommer 2015 wieder in neuem Glanz.

Der sanierte Bereich der nördlichen Ringmauer am Hochschloss (R10) und die fortgeführten Arbeiten im Bereich R7-R9 im April 2016.Aktuelle Arbeiten
Aktuell steht der Bauabschnitt Ringmauer Innenhof (R 10 / Kosten: 313.500 EUR) mit Fensterausschnitten, einem begebaren Wehrgang, verschiedenen Ebenen und sehr dickem Mauerwerk kurz vor der Vollendung, die für Sommer 2016 geplant ist. Die Instandsetzung der Ringmauer Nord (R 7 - R9 / Kosten: 703.000 EUR) − der höchste und massivste Teil der Ringmauer − läuft noch bis Sommer 2017.
Der letzte Teil der Sanierung der Außenmauern betrifft den komplexen Bauabschnitt der äußeren Ringmauer mit Nordwest-Turm (U1 - U3 / Kosten: 545.500 EUR) gegenüber der MüGa-Wiese: Seine Fertigstellung ist für Ende 2017 vorgesehen.

Noch ausstehende Arbeiten
Die historische Anlage mit den Turmfragmenten (Kosten: 700.000 EUR), deren Einsturz durch eine Notsicherung (Kosten: 100.000 EUR) bereits verhindert werden konnte, sowie die Palas-Fassade zum Innenhof, Hochschloss und Innenhof mit seinen zwei Brunnen und den terrassierten Mauern am Nordwest-Turm (Kosten: 380.000 EUR) stehen dagegen noch vor einer gründlichen Sanierung und auch Finanzierung. Hier ist jede Spende willkommen!
Es ist ein wichtiger Auftrag, Schloß Broich mit seinem Historischen Museum, seinen wunderbaren Repräsentationsräumen und Räumlichkeiten zum Feiern und als Location zahlreicher beliebter Events in historischer Kulisse, wie beispielsweise dem Pfingst-Spektakulum, der RUHRBÜHNE und Castle-Rock, zu erhalten. Damit auch zukünftige Generationen das Wissen über frühere Generationen hautnah erfahren und das schöne Schloss am MüGa-Park unweit der Ruhr erleben können, ruft die MST GmbH weiterhin zu großzügigen Spenden auf. Damit Schloß Broich den Wettlauf gegen die Zeit nicht verliert, sollten die noch ausstehenden Arbeiten vor allem auch zeitnah erfolgen.


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