Sanierung 2014: Die fertig sanierte Straßenfassade.

So sieht"s aus: Bauabschnitt Palas-Fassade Straßenseite

Im 14. Jahrhundert als gotischer Saalbau errichtet, von der Großmutter der späteren Königin Luise prächtig ausgebaut: Die Palas-Fassade des Schlosses sticht hervor und ist direkt an der Straße gelegen. Mit soviel Bürgernähe wurde dieser Bereich dementsprechend als erstes fertig saniert.

So siehts aus: Archäologen am SüdwestturmDie Mülheimer Bundestagsabgeordnete Ulrike Flach (links) und MST-Prokuristin Heike Blaeser-Metzger (rechts) in der Frühphase der Sanierungsarbeiten.Die Baugerüste waren im Sommer 2014 bereits verschwunden, doch ein dunkles Loch klaffte noch zu Füßen des Südwestturms an der Straßenseite der Palas-Fassade von Schloß Broich. Zuvor hatte sich hier eine eine dichte Bepflanzung befunden, die vor einigen Jahren noch den Turm hinaufrankte: Dekorativ, aber gefährlich für die Stabilität des Mauergesteins. Die kleine Höhle gab den Bauarbeitern Rätsel auf und verzögerte den Abschluss der Arbeiten um einige Wochen, denn sie war von archäologischem Interesse. 

Im Jahr 1443 wurde Schloß Broich, wie bereits 200 Jahre zuvor, vom Kölner Erzbischof belagert. In Folge dessen wurden Wohnbauten und Ringmauer stark beschädigt und schließlich der Bergfried abgerissen. Zu den kurz darauf neu errichteten Bauten zählt auch der Südwestturm aus dem Jahr 1444.
Ein Modell des Schlosses mit der früheren GartenanlageIn diesen Küchenturm wurde später laut archäologischem Bericht ein etwa 1,5 x 1,5 Meter großes, unregelmäßiges Loch gebrochen und ein Backsteinkanal verlegt. Später wurde dieser Bereich So siehts aus: Hohlraum unter dem Südwestturmteilweise vom Betonfundament der 1960er Jahre verdeckt.

Dabei handelt es sich übrigens nicht um eine geheime Schatzkammer oder dem Zugang zu verborgenen Gewölben. Der schlichte Befund der Archäologen besagt einfach, dass dieser neuzeitliche Kanal zum Ableiten des Abwassers in den damals hier befindlichen Burggraben Die Fassadenfront zur Straßenseite gehört zu den markantesten Ansichten des Schlosses und wurde als einer der ersten Bereiche fertig saniert.angelegt wurde. Klingt unspektakulär?

So siehts aus: Fertig sanierter SüdwestturmEs handelt sich hierbei, ebenso wie bei dem noch sichtbaren Mauerteilstück, das aus dem Fundament des Turms hervorragt, um die Überbleibsel von Burggraben und Schlossgarten, wie sie zu Prinzessin Luises Zeiten angelegt waren, wobei sich letzterer in barocker Pracht bis über die heute neben dem Schloss verlaufende Straße (die Fortführung des historischen Hellwegs) erstreckte. Auf dem hier abgebildeten und im Museum im Hochschloss anschaubaren Modell ist diese Anlage zu sehen, ebenso wie das in den 60er Jahren erst abgerissene Torhaus auf der Die Fassadenfront zur Straßenseite gehört zu den markantesten Ansichten des Schlosses und wurde als einer der ersten Bereiche fertig saniert.gegenüberliegenden Straßenseite.

Mittlerweile wächst wieder Gras darüber!


Transparenter Pixel