Die Mülheimer Altstadt im Dezember 2015

Sprechen Sie Mölmsch? Mundart-Abend unterstützt Schloß Broich

Tradition verbindet: Nicht nur das alte "Mölmsch" will gerettet werden, auch Schloß Broich konnte von der Spendensammlung beim "Mundart-Abend" profitieren.

Die lokalen mölmschen �Kultfiguren� Jan un Hinnerk.Beim mölmschen „Mundart-Abend“ widmeten sich am 30. September 2015 der Geschichtsverein Mülheim, die Bürgergesellschaft Mausefalle, der Stammtisch „Aul Ssaan“ und der VHS-Kurs „Mölmsch Platt“ im Mülheimer Haus der Stadtgeschichte der gesprochenen Mülheimer Tradition. Dabei wurden Spenden von insgesamt 500 Euro eingenommen, die zugunsten der Sanierung von Schloß Broich gespendet werden.  

Geschichte wird im Stadtarchiv nicht nur in alten Bildern und Zeitungsartikeln lebendig gehalten: Die Mülheimer „Moodersprook“ ist ein nur noch wenig bekanntes Kulturgut der Region, das im Laufe der Zeit von der Vorstellung eines „einheitlichen“ Ruhrgebiet-Dialekts verdrängt wurde. Doch mehrere Gruppierungen haben sich dem Erhalt der niederfränkischen Mundart gewidmet und mit einem bunten Abend voller Gedichte und Geschichten – oder wie man hier sagt „met Dönekes und Vertällekes op Mölmsch Platt“ –  in Erinnerungen geschwelgt.

Als Mitglieder des Stammtischs „Aul Ssaan“ traten die lokalen „Kultfiguren“ Jan un Hinnerk mit einem mölmschen „Sketch“ auf, doch auch die Gäste durften sich u.a. mit Gedichten beteiligen. Ein Großteil des anwesenden Publikums kannte die Sprache noch aus Kindertagen und war froh, dass aktuelle Angebote wie beispielsweise der VHS-Kurs „Mölmsch Platt“ noch eine Plattform zum Erhalt derselben bieten. Fast zwei nostalgische Stunden waren es, in denen der Hut herumgereicht wurde und 491,75 Euro zusammenkamen, die gänzlich, auf 500 Euro aufgerundet, auf das Sanierungskonto von Schloß Broich gelangen. Denn auch hier geht es um den Erhalt von Tradition.



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