Schloss-Retter Spendentruhe

Wiederholungs-Retter für die Schloss-Sanierung: Geschichtsverein ist erneut großzügiger Spender

Da freut sich die Spendenschatztruhe für Schloß Broich: Eine großzügige Spende von genau 3.547,60 Euro wurde im Sommer 2016 vom Geschichtsverein Mülheim an der Ruhr auf das Spendenkonto überwiesen, um dazu beizutragen, das älteste Wahrzeichen der Stadt für die Zukunft zu sichern.

Der Mülheimer Mülheimer Geschichtsverein spendete 3.547,60 Euro für die Schloss-Sanierung. Von links: Dr. Kai Rawe (Vorsitzender des Geschichtsvereins), Inge Kammerichs (Geschäftsführerin MST GmbH), Friedrich-Wilhelm von Gehlen (Rechnungsführer Geschichtsverein). Zur symbolischen Übergabe der Schloss-Retter-Spenden-Truhe an die Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST) besuchte Dr. Kai Rawe, Vorsitzender des Geschichtsvereins und Leiter des Stadtarchivs Mülheim, das Schloss und die jüngsten Sanierungsbereiche. Der Mülheimer Geschichtsverein ist wie kaum eine andere Einrichtung dem alten Schloß Broich verbunden. Hier betreiben die Mitglieder das Historische Museum im Hochschloss und setzen sich seit Beginn der Kampagne „Schloss-Retter gesucht“ immer wieder für die Rettung der einstigen Sperrburg mit spätkarolingischen Wurzeln ein. Im August 2015 gab es bereits eine große Spende von insgesamt 3.500 Euro, gefolgt von weiteren schönen Aktionen im September und Dezember: Ein "mölmscher Mundart-Abend" brachte 500 Euro für die Spendenkasse und am Kirchenhügel in der Mülheimer Altstadt verkauften Mitglieder des Geschichtsvereins zur Adventszeit selbstgebackenen Schloß Broich-Spekulatius in der Form der markanten Giebelfront des Bauwerks. Aus diesem Plätzchenverkauf kamen 345,64 Euro der Sanierung zugute. Ganz ohne Gebäck kam nun die bemerkenswerte Spendensumme von 3.547,60 Euro zusammen, von denen 2.500 Euro aus der Vereinskasse stammen. Diesen Betrag hat die Mitgliederversammlung des Geschichtsvereins auf Vorschlag des Vorstandes als Spende einstimmig beschlossen und ist damit dem gleichlautenden Beschluss des Vorjahres erneut gefolgt. Die Restsumme setzt sich aus Spenden u.a. der Besucher des Museums im Hochschloss zusammen, die der Verein in den letzten Monaten gesammelt hat.

Der Nordwestturm und die äußere Ringmauer zur MüGa-Seite werden seit Juni 2016 saniert.Aktuell werden mehrere Bereiche des Schlosses parallel saniert: Die nördliche Ringmauer gegenüber der VHS, deren Mauerwerk besonders komplex und massiv ausfällt, sowie die äußere Ringmauer, die den Schlosshof vom MüGa-Park trennt. Nach Abschluss dieser Arbeiten – voraussichtlich 2017 – wird die Hälfte der Sanierungsarbeiten, für die knapp 4,4 Millionen Euro kalkuliert wurden, abgeschlossen sein – noch ausstehend sind jedoch großflächige Bereiche des Schlosshofes, Hochschlosses, der Palas-Fassade und natürlich die historisch bedeutsamen, notgesicherten Turmfragmente aus dem 9. Jahrhundert innerhalb der Ringmauer. Nach wie vor ist jede Spende, ob groß oder klein, willkommen. Dr. Kai Rawe ist, stellvertretend für den Geschichtsverein, stolz, zu dieser „Marathonaufgabe“ erneut mit einer großzügigen Summe beitragen zu können: „Der Vorstand und die Mitglieder des Geschichtsvereins sind sich einig, dass die Sanierung des Schlosses Broich jede Unterstützung verdient. Deshalb haben die Mitglieder erneut einstimmig die Überweisung einer Spende in Höhe von 2.500 Euro beschlossen und darüber hinaus bei verschiedenen Gelegenheiten weitere Spenden gesammelt. So ist erneut eine schöne Summe zusammengekommen. Wir werden auch zukünftig jede Gelegenheit nutzen, für den Erhalt des Schlosses Geld zu sammeln.“ MST-Geschäftsführerin Inge Kammerichs nahm hocherfreut die Spendenschatztruhe entgegen: „Wir können uns glücklich schätzen, engagierte „Nachbarn“ zu haben, die zur Rettung unseres Schlosses Broich mit regelmäßigen Aktionen und Spenden so toll beitragen!“   
Natürlich sind Spenden   aller Bürgerinnen und Bürger für die Sanierung weiterhin willkommen!


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